Marktanalyse

Quoten-Umrechner und implizierte Wahrscheinlichkeit

Die Wettkulturen der Welt schreiben denselben Preis in unterschiedlichen Formaten: dezimal, als Bruch oder im US-Format mit Vorzeichen. Dieser Umrechner zeigt dieselbe Quote in den verschiedenen Formaten und berechnet die dahinterliegende implizierte Wahrscheinlichkeit, also die Chance, die der Preis einpreist.
Analyse, keine Beratung. Die Ausgabe der Rechner ist eine mathematische Illustration zu den Kurskapiteln, keine Wettempfehlung, Einsatzempfehlung oder Finanzberatung. Jede Entscheidung erfolgt auf eigene Verantwortung.

Quotenrechner

Gib die Quote in einem beliebigen Format ein und erhalte die anderen beiden, plus die implizite Wahrscheinlichkeit.

Gib eine gültige Quote ein: eine Dezimalquote größer als 1, eine amerikanische mit einem Absolutwert von mindestens 100 oder einen Bruch in der Form a/b.

Die Formeln

implizierte Wahrscheinlichkeit = 1 / Dezimalquote. Bruch a/b: dezimal = 1 + a/b. US-Quote: bei positivem Wert dezimal = 1 + US/100, bei negativem Wert dezimal = 1 + 100/|US|.

Durchgerechnetes Beispiel

Die Dezimalquote 2.50 ist als Bruch 6/4 und im US-Format +150. Die implizierte Wahrscheinlichkeit ist 1/2.50 = 40%: Der Preis sagt, der Ausgang müsste in vier von zehn Fällen eintreten, um auf null zu kommen. Umgekehrt: US -125 ist dezimal 1 + 100/125 = 1.80, und der Bruch 7/4 ist 1 + 7/4 = 2.75.

Ankerpunkte

Einige Niveaus, die man auswendig kennen sollte: 1.25 = 80% (4 von 5 für den Break-even), 1.50 = 1/2 = -200 = 66.7%, 2.00 = 1/1 = +100 = 50%, 2.50 = 6/4 = +150 = 40%, 3.00 = 33.3%, 5.00 = 20%, 10.00 = 10%. Die implizierten Wahrscheinlichkeiten eines vollständigen Marktes summieren sich immer auf über 100%: Der Überschuss ist die Buchmachermarge, auf den 1X2-Hauptmärkten typischerweise um 5%.

Typisches Missverständnis

Die Dezimalquote enthält den Einsatz: 10.000 Einsatz bei 1.85 ergeben 18.500 Auszahlung, davon sind 8.500 Gewinn, und beides zu verwechseln ist ein klassischer Anfängerfehler. Außerdem ist die implizierte Wahrscheinlichkeit ein Preis, nicht die wahre Chance: Sie enthält die Marge des Buchmachers, weshalb sich ein vollständiger Markt auf über 100% summiert.

01

Wie rechne ich eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit um?

Bei Dezimalquoten teile 1 durch die Quote: 2.00 = 50%, 4.00 = 25%. Das ist zugleich der Break-even-Punkt: Über dieser Trefferquote ist der Preis langfristig im Plus, darunter im Minus.

02

Wie wandle ich Bruchquoten in Dezimalquoten um?

Addiere 1 zum Bruch: 5/1 = 6.00, 6/4 = 2.50, 1/2 = 1.50. Das Bruchformat gibt den Nettogewinn im Verhältnis zum Einsatz an und enthält den Einsatz nicht, daher ist das dezimale Gegenstück immer um eins höher.

03

Was bedeutet eine negative US-Quote?

Dass der Ausgang der Favorit ist: Die Zahl gibt an, wie viel riskiert werden muss, um 100 Einheiten zu gewinnen. -200 ist dezimal 1.50. Eine positive US-Quote gibt den Gewinn pro 100 Einheiten Einsatz an: +150 ist dezimal 2.50.

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Warum summieren sich die Wahrscheinlichkeiten eines Marktes auf mehr als 100%?

Weil die Quoten die Marge des Buchmachers enthalten. Stehen beide Seiten eines Zwei-Wege-Marktes bei 1.90, ist die Summe 105.3%: Der Überschuss ist der eingebaute Kostenanteil des Buchmachers.

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Gibt es noch weitere Formate?

Ja: Die Hongkong-Quote ist die Dezimalquote minus 1, die Malay-Quote liegt immer zwischen -1 und +1, und die indonesische Quote ist die US-Quote geteilt durch 100. Alle beantworten dieselbe Frage mit einem anderen Bezugspunkt; die gemeinsame Sprache ist die Dezimalquote.